In Foliengewächshäusern, insbesondere Tomatengewächshäusern, wo die Temperaturregelung direkten Einfluss auf Pflanzenwachstum und Ertrag hat, ist das Kühlsystem mit Lüftern und Kühlpads entscheidend für ein optimales Wachstum. Die fachgerechte Auslegung und Installation dieser Geräte maximiert die Kühleffizienz, senkt den Energieverbrauch und hält die Temperatur stabil (20–30 °C für das Tomatenwachstum tagsüber). Dieser Artikel beschreibt die wichtigsten Anforderungen an die Auslegung, die Lüfterhöhe und die Zusatzkonstruktion und bietet Betreibern von Foliengewächshäusern einen praktischen Leitfaden.
1. Kernlayoutprinzip: Gegenüberliegende Anordnung für maximalen Luftstrom
Eine sinnvolle relative Platzierung von Kühlventilatoren und Kühlkissen sorgt für eine effektive Luftzirkulation und gleichmäßige Kühlung in Foliengewächshäusern. Ungünstige Abstände oder Ausrichtungen führen zu toten Luftzonen, Kühlventilatoren und Kühlkissen führen zu reduzierter Kühlung und können sogar lokale Schäden durch hohe Temperaturen verursachen (z. B. Verbrennungen an Tomatenblättern).
1. Richtungsanordnung: Süden für Kühllüfter, Norden für Kühlpads
Installieren Sie Kühllüfter auf demSüdwandund Kühlpads auf derNordwandvon Foliengewächshäusern. Dies entspricht dem natürlichen Luftstrom in den meisten Regionen und vermeidet direkte Sonneneinstrahlung auf Kühlmatten (was die Wasserverdunstung und Wärmeaufnahme verringert). Bei Tomatengewächshäusern lässt diese Kühlmatte kühle Luft aus dem Norden durch den gesamten Tomatenbereich strömen – einschließlich der Setzlingsbeete aus Steinwollblöcken und der Reihen ausgewachsener Pflanzen –, bevor sie von Kühlventilatoren auf der Südseite abgeleitet wird, wodurch eine vollständige, gleichmäßige Kühlung gewährleistet wird.
2. Abstandsbedarf: 30–45 m optimal, max. 68 m
Der Abstand zwischen Lüftern und Kühlpads bestimmt die Verweildauer der kühlen Luft und die Luftstromabdeckung. Praktische Tests zeigen, dass dieoptimale Reichweite ist 30m-45m:darin tauscht kühle Luft die Wärme vollständig aus und senkt die InnentemperaturLüfterum 5-8 °C, ohne die Kühlventilatoren zu überlasten. Ein Kunststoffgewächshaus mit einer Höhe von mehr als 68 m schwächt den Winddruck des Kühlkissens, was zu einer schlechten Luftzirkulation in der Mitte des Kunststoffgewächshauses, ungleichmäßigen Temperaturen (im Norden kühler, im Süden wärmer) und der Nichterfüllung des Temperaturbedarfs der Tomatenblüte/Fruchtbildung führt. Bei großflächigen KunststoffgewächshäusernLüfterSteuern Sie die Länge des Kühlkissens gemäß diesem Standard oder fügen Sie dem Kühlkissen Umluftventilatoren hinzu.
2. Installationsüberlegungen für Kühlpads
Kühlkissen sind die Kühlluftquelle des Systems. Ihre Höhe, Position und Einlasskonstruktion beeinflussen die Effizienz und müssen an saisonale Veränderungen (z. B. Winterisolierung) und den Bedarf der Pflanzen an Kühlkissen (z. B. Tomatenhöhe) angepasst werden.
1. Höhenkontrolle: 0,6 m – 2,4 m, abgestimmt auf Pflanzen/Geräte
Die Höhe des Kühlkissens muss0,6 m – 2,4 m. Unter 0,6 m ist die Luftzufuhr begrenzt; über 2,4 m erhöht sich der Installationsaufwand/die Kosten und es kommt zu einer ungleichmäßigen Luftverteilung (kühle Luft konzentriert sich oben, sodass die mittleren/unteren Tomatendächer heiß bleiben). Passen Sie bei mehrfeldrigen Kunststoffgewächshäusern die Höhe an die Ernte und die Ausrüstung an: Installieren Sie Kühlmatten in Tomatengewächshäusern mit erhöhten Setzlingsbeeten (0,8–1,2 m) in 1,2–1,8 m Höhe, um den Kühlventilator auf die Setzlingsdächer zu richten.
2. Standortwahl: Sommerwindrichtung & Lichtverhältnisse
Zwei Schlüsselfaktoren für die Platzierung des Kühlpads:
Vorherrschende Windrichtung im Sommer: Der Einlass sollte in Sommerwinde ausgerichtet sein (z. B. Nordosten in Nordchina, Südosten in Südchina), um den natürlichen Winddruck zu nutzen und die Lüfterlast des Kühlkissens zu reduzieren. Gegen den Wind gerichtete Einlässe verursachen Rückfluss, wodurch die Effizienz um 15–20 % verringert wird.
Lichtwirkung: Vermeiden Sie es, die Hauptlichtquellen zu blockieren (z. B. durch transparente Folie oder LED-Wachstumslampen). In Tomaten-Foliengewächshäusern schwächt unzureichendes Licht die Setzlinge und verzögert die Reifung. Stellen Sie sicher, dass die Tomaten täglich mindestens 8 Stunden Licht bekommen.
3. Einlaufausführung: Winterverschluss ohne Demontage
Um Wärmeverlust im Winter zu vermeiden, entwerfen Sie Einlässe für ein leicht zu schließendes Kunststoffgewächshaus, ohne die Kühlmatten entfernen zu müssen:
Externe feste Kartensteckplätze: Isolierfolie und Watte in die Schlitze einlegen. Im Winter einsetzen, um kalte Luft abzuhalten; im Sommer entfernen, um Luft hereinzulassen. Spart Demontagekosten und schützt das Kühlpad des Geräts.
4. Höhenunterschiedsausgleich
Wenn die Höhe der Kühlmatte die Höhe des Einlasses überschreitet (üblicherweise in mehrfeldrigen Gewächshäusern), verteilen Sie siemindestens 1/2 des Höhenunterschieds. Beispielsweise benötigen 2,4 m Pad + 1,8 m Einlass (0,6 m Unterschied) einen Abstand von ≥ 0,3 m. Verhindert Einlassturbulenzen, sorgt für einen gleichmäßigen Luftstrom und der Kühlventilator vermeidet hohe Luftfeuchtigkeit (die Grauschimmel bei Tomaten verursacht).
3. Installationsstandards für Kühllüfter
Kühlventilatoren blasen heiße Luft ab. Ihre Anordnung beeinflusst die Abluftgeschwindigkeit und die Luftstabilität. Ungünstige Abstände oder Hindernisse verringern die Effizienz.
1. Abstand an derselben Wand: Max. 7,6 m
Mehrere Kühlventilatoren an einer Wand (z. B. Südwand eines Foliengewächshauses) benötigen einen Abstand von ≤ 7,6 m zwischen benachbarten Einheiten. Dadurch wird die Abluftabdeckung überlappt und heiße Luft-Totzonen vermieden. In einem 15–20 m breiten Foliengewächshaus mit Kühlventilatoren sorgen 2–3 Ventilatoren (6–7 m Abstand) für eine vollständige Abluft und eine gleichmäßige Temperaturverteilung in Ost-West-Richtung.
2. Abstand zu Hindernissen: ≥4x Lüfterdurchmesser
Abluftöffnungen müssen mindestens den vierfachen Abstand des Ventilatordurchmessers zu Hindernissen (z. B. Stützpfeilern, angrenzenden Gewächshäusern) haben. Beispielsweise benötigen Ventilatoren mit 1,2 m Durchmesser mindestens 4,8 m Abstand. Dies verhindert den Rückfluss heißer Luft und verhindert in Gewächshäusern mit dichter Folie Sonnenbrand an den Früchten durch hohe Temperaturen.
4. Synergie mit Tomatenwachstum
Die Auslegung des Kühlsystems muss auf das Tomatenwachstum und die Umgebung des Kunststoffgewächshauses abgestimmt sein:
Fruchtansatzphase: Höherer Luftstrom (reduziert die Luftfeuchtigkeit, verhindert Blütenendfäule) und Temperaturen von 25–30 °C. Kühllüfter mit voller Last laufen lassen, Kühlpad-Einlässe vollständig öffnen.
Durch die Einhaltung dieser Standards können Kunststoff-Gewächshauskühlsysteme die Temperatur effektiv regulieren, ideale Bedingungen für den Tomatenanbau schaffen und den Ertrag/die Qualität der Kühlmatten steigern. Außerdem wird der Energieverbrauch gesenkt (10–15 % Stromersparnis im Vergleich zu einer ungünstigen Auslegung) und die Lebensdauer der Geräte verlängert.
